Fernstudium Erfahrungsberichte

In der Krise sichern immer mehr Berufstätige per Fernstudium ihren Arbeitsplatz oder bereiten sich auf einen Jobwechsel vor. Dabei sollte sowohl der finanzielle sowie der zeitliche Aufwand richtig eingeschätzt werden. Zwei Erfahrungsberichte vermitteln einen Eindruck. Die Aussicht auf einen Job, der sie voll und ganz ausfüllt, war für
Natascha Hornung Motivation genug, sich über viereinhalb Jahre durchschnittlich 16 Stunden pro Woche neben ihrem Berufsalltag an den Schreibtisch zuhause zu setzen.

Mit 23 Jahren beschloss die damalige Technische Zeichnerin ihr Diplom in Mechatronik im Fernstudium an der Darmstädter Wilhelm Büchner Hochschule zu machen. "Ich wollte einen akademischen Abschluss erreichen, aber auch weiter Geld verdienen", sagt die heute 28-Jährige. Und lag mit ihrer Entscheidung fürs
Fernlernen richtig. Denn schon während ihres Studium, das sie im vergangenen Jahr mit der Diplom-Note 1,3 abschloss, erhielt sie ein Jobangebot: Für den TÜV Nord in Hannover arbeitet sie nun als Sachverständige für Dampfkessel, Druckbehälter und Tankanlagen.

In der Krise steigt das Bedürfnis nach Weiterbildung

Das Fernstudium scheint für viele Berufstätige der geeignete Weiterbildungsweg zu sein. Zuletzt waren rund 75 000 Fernstudenten an Hochschulen eingeschrieben und im kommenden Semester dürften es noch deutlich mehr werden. Denn laut Studie des Meinungsforschungsinstituts Forsa denkt seit dem Beginn der Wirtschaftskrise fast jeder Vierte verstärkt über eine berufliche Weiterbildung nach. 65 Prozent wollen auf diese Weise ihren Arbeitsplatz sichern, für 61 Prozent ist die Aussicht auf einen beruflichen Aufstieg der Beweggrund.

Die Bereitschaft, sich nach der Arbeit noch einmal hinzusetzen und zu lernen, schätzen auch Personalverantwortliche. So hat TNS Infratest über eine repräsentative Befragung unter Personalmanagern herausgefunden, dass 56 Prozent eine berufsbegleitende Weiterbildung für sehr wichtig halten und fast 40 Prozent damit rechnen, dass der Aspekt in Zeiten der Krise noch wichtiger wird.

Das Angebot der Fernstudiengänge ist groß

Der Markt ist bleibt  wie vor sehr lukrativ für Fernuniversität.  Es gibt neben dem öffentlichen rechtlichen Anbieter (Fernuniversität Hagen), ca. 10 weitere und privat geführte Fernhochschulen.  Das wären: AKAD, EURO-FH, Wilhelm Büchner Fernhochschule, Hamburger Fernhochschule (HFH). Zusätzlich wird es ein Angebot der Deutschen Universität für Weiterbildung und der Klett-Gruppe geben. Themenschwerpunkte werden sein: Wirtschaft und Management, Gesundheit und Kommunikation und Bildung. Alle Anbieter verzeichnen deutliche Zuwächse, so der Präsident des Branchenverbands Forum Distance Learning. Besonders die technisch orientierten Studiengänge erfreuen sich einer großen Beliebtheit.

"Im vergangenen Jahr haben alle Anbieter Zuwächse verzeichnet", bestätigt Martin Kurz, Präsident des Branchenverbands Forum Distance-Learning und Kanzler der Euro-FH. Gefragt seien derzeit vor allem technische Studienfächer. Die Anbieter haben prompt reagiert. So hat die technisch orientierte Wilhelm Büchner Hochschule ihr Angebot deutlich ausgeweitet. Und Anbieter wie die Akad, eine bislang auf wirtschaftliche Themen fokussierte Schule, haben den Bereich neu ins Programm aufgenommen.

Für ein reibungsloses Fernstudium empfiehlt sich neben den Kostenfaktor auch Gedanken über ein Zeitplan zu machen. Man sollte sich im klaren sein, dass ein Fernstudium mit enormen Zeitverlust für Familien, Freunde und Hobbys einhergehen.

Ein Fernstudium wertet die Bewerbung auf

Nach erfolgreichen Abschluss eines Fernstudiums, gilt es, diese neue Errungenschaft auch in Szene zu setzen. Den ein Fernstudium verrät dem Personal verantwortlichen viel Informationen über Sie. In Bezug auf die fachlichen als auch auf die persönlichen Qualifikationen. So kann man ableiten, dass ein Fernstudium Student sehr selbstdiszipliniert, Belastbar, Entschlossen Aufgeschlossen und Weitsichtig ist.

www.fernstudium-chancen.de